
Diese fluffigen Quarkbällchen aus dem Airfryer (Ohne Fett) | Süße Snacks 2026 sind der perfekte, schnelle Genuss. Sie gelingen im Handumdrehen und sind ideal als süße Nascherei oder sogar als ungewöhnliche Idee, wenn man mittagessen schnell und einfach, feierabendküche rezepte, 30 minuten gerichte, abendessen ideen, schnelles rezept für jeden tag sucht. Leicht, luftig und mit einer zarten Zimt-Zucker-Hülle sind sie ein absoluter Klassiker, der in der modernen Küche neu erfunden wird.
Rezept-Überblick
- Küche: Deutsch, Traditionell
- Kategorie: Süßes Gebäck, Snack
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Backen im Airfryer: 8-10 Minuten pro Portion
- Portionen: Ca. 20-25 Stück
Die Geschichte hinter diesem klassischen Rezept
Meine Oma nannte sie nie “Quarkbällchen”. Für sie waren es immer “Nonnenfürzchen”. Ein Name, der uns Kinder jedes Mal zum Kichern brachte. Sie backte sie nie nach Plan, sondern immer aus dem Bauch heraus.
Es war ihr Geheimrezept für getröstete Seelen. Für eine enttäuschte Zeugnisnote, für ein aufgeschürftes Knie oder einfach für die trüben Tage im November. Ein Teelöffel Teig, plumpsend ins heiße Fett, und schon verwandelte sich die Welt.
Diese einfache Alchemie aus Quark, Mehl und Eiern hat Generationen begleitet. Sie war auf jedem Jahrmarkt, in jeder Schulküche und in unzähligen Familienrezeptbüchern zu Hause. Heute holen wir sie aus der Fritteuse und geben ihr einen modernen, leichteren Mantel.
Was dies zur *traditionellen* Art macht
Die Seele dieses Rezepts liegt in seiner Einfachheit. Es ist ein Arme-Leute-Essen, ein geniales Resteverwertungs-Rezept, das zu einem Klassiker wurde. Die traditionelle Art zeichnet sich durch die Verwendung von ganz normalem Magerquark aus.
Nicht griechisch, nicht körnig, einfach der klassische, glatte Quark. Er gibt die perfekte Feuchtigkeit und den typischen, leicht säuerlichen Unterton. Der Airfryer übernimmt nun die Rolle des heißen Fetts und sorgt für die gleiche fluffige Textur im Inneren und die goldene Kruste außen.
Das Prinzip bleibt dasselbe: Ein simpler Teig, der durch Hitze in kleine, runde Wölkchen der Glückseligkeit verwandelt wird. Die Methode ist nur etwas freundlicher zu uns geworden.
Die klassischen Zutaten (Kein Schnickschnack!)
- 250 g Magerquark (traditionell und authentisch)
- 2 Eier (Größe M)
- 75 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 200 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 Päckchen Backpulver
- Abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone (das geheime Aroma)
- Zum Wälzen: Zucker und Zimt nach Belieben
So machst du es genau wie Oma
- Den Quark zusammen mit den Eiern, dem Zucker, dem Vanillezucker, der Zitronenschale und der Prise Salz in eine große Schüssel geben. Alles mit den Knethaken des Handrührers oder einem Löffel gut verrühren, bis eine glatte Masse entsteht.
- Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel vermischen. Diese Mischung nach und nach unter die Quarkmasse heben. Nicht zu lange kneten, nur bis alles gerade eben zusammenhält. Der Teig wird etwas klebrig sein – das ist gut so.
- Den Teig abdecken und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Diese Zeit ist magisch. Der Teig wird fester und lässt sich später viel besser portionieren.
- Den Airfryer auf 180°C vorheizen. Aus dem gekühlten Teig mit feuchten Händen kleine, walnussgroße Bällchen formen. Sie müssen nicht perfekt rund sein. Omas waren es auch nie.
- Die Bällchen im Airfryer-Korb mit ausreichend Abstand zueinander platzieren. Sie gehen noch etwas auf. Bei 180°C für 8-10 Minuten goldbraun backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal den Korb vorsichtig schütteln.
- Die heißen, fluffigen Quarkbällchen sofort in einer Schüssel mit Zimt-Zucker wälzen, bis sie liebevoll umhüllt sind. Dann sofort genießen – der Moment, in dem der Zucker leicht schmilzt, ist der beste.
Meine Tipps, um den Klassiker zu perfektionieren
Der Teig muss kleben! Wenn er sich zu trocken anfühlt und sich perfekt kneten lässt, wird er später eher fest. Die gewünschte, luftige Krume kommt von einem weichen, fast schon unhandlichen Teig. Feuchte Hände sind dein bester Freund beim Formen.
Geduld beim Ruhen lassen. Diese halbe Stunde im Kühlschrank ist kein optionaler Schritt. Sie lässt den Teig binden und macht ihn formbar. So vermeidest du auch, dass zu viel Mehl untergehoben wird, was die Bällchen zäh machen würde.
Nicht überfüllen. Im Airfryer braucht die heiße Luft Platz zum Zirkulieren. Backe die Bällchen in zwei oder drei Chargen. So werden sie gleichmäßig knusprig und schön fluffig. Die Wartezeit lohnt sich für die perfekte Textur.
Aufbewahren und später genießen
Am allerbesten schmecken Quarkbällchen natürlich frisch und warm. Sollten doch einmal welche übrig bleiben, bewahre sie unbestäubt in einer Dose bei Raumtemperatur auf.
Am nächsten Tag kannst du sie für ein paar Minuten bei 160°C im Airfryer wieder aufbacken. So werden sie wieder wunderbar warm und leicht knusprig. Dann erst im Zimtzucker wälzen.
Sie lassen sich auch sehr gut einfrieren. Einfach die abgekühlten, unbestäubten Bällchen in einen Gefrierbeutel geben. Zum Genießen gefroren in den Airfryer geben und bei 160°C für etwa 10 Minuten aufbacken.
Ernährungsnotizen
- Portion: Ca. 5 Quarkbällchen (ungefährer Wert)
- Kalorien: ~280 kcal
- Kohlenhydrate: ~45 g
- Eiweiß: ~15 g
- Fett: ~5 g
- Hinweis: Durch die Zubereitung ohne zusätzliches Fett im Airfryer ist der Fettgehalt deutlich niedriger als bei der klassischen Frittier-Variante. Die Nährwerte sind ohne Zimt-Zucker zum Wälzen berechnet.
Deine Fragen zu diesem klassischen Rezept
Kann ich den Quark auch durch etwas anderes ersetzen?
Für die authentische, traditionelle Textur und den Geschmack ist Magerquark unersetzlich. Griechischer Joghurt oder Skyr ergeben eine andere, oft etwas gummiartigere Konsistenz. Bleibt bei dem Original – es lohnt sich.
Warum sind meine Quarkbällchen nicht fluffig aufgegangen?
Das liegt meist an zwei Dingen: Entweder war das Backpulver schon älter und hat seine Triebkraft verloren. Oder der Teig wurde zu lange und zu kräftig geknetet, nachdem das Mehl hinzugefügt wurde. Einfach nur zusammenheben, nicht durchkneten.
Kann ich den Teig auch am Vorabend vorbereiten?
Absolut. Das ist sogar ein toller Trick. Bereite den Teig zu, forme die Bällchen und lege sie auf ein Backblech. Decke sie ab und stelle sie über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag nur noch in den vorgeheizten Airfryer geben – so hast du im Handumdrehen frisches Gebäck.
Ich hoffe, dieser Duft von Zimt und Kindheit zieht auch durch eure Küche. Dass ihr beim ersten Bissen in diese fluffigen Wolken genauso schmunzelt wie ich. Es sind mehr als nur ein schneller Snack. Es ist ein Stück Erinnerung, das wir uns bewahren und neu interpretieren.
Habt ihr auch ein solches Rezept, das euch direkt zu Oma bringt? Backt ihr die Quarkbällchen lieber klassisch oder magt ihr die Airfryer-Variante? Ich würde mich so freuen, wenn ihr eure Geschichten und Erfahrungen unten in den Kommentaren teilt. Bewertet das Rezept gerne, wenn ihr es nachgemacht habt. Bis zum nächsten klassischen Genuss!
